St. Martinsfeier

„Das ich das noch erleben darf“, sagte unsere älteste Bewohnerin Margarete Erben, als sie sich zu den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern in unseren Garten gesellte.

Der Himmel war sternenklar. Ein wohlig warmes Feuer loderte in der Mitte der gesprächigen Runde.  Es war der elfte November. Wir feierten traditionell unser St. Martinsfest. Mit einer Tasse heißem Glühwein oder Apfelsaft wurde die Geschichte erzählt:

„Es war in einer sehr kalten Nacht. Überall lag hoher Schnee und Eiszapfen  hingen von den Bäumen. Der römische Soldat Martin ritt auf seinem Pferde an einen vor Kälte zitternden Bettler heran. Der arme Mann saß im Schnee und hatte keine warme Kleidung. Der Bettler sah zu Martin auf und flehte um Hilfe. Voll Mitleid teilte Martin seinen warmen Umhang. Die eine Hälfte überließ Martin dem armen frierenden Mann und rettete ihn damit vor dem Tod. Als der arme Bettler sich bedanken wollte, ritt Sankt Martin mit seinem Teil des Mantels davon.“

Lange wurde noch über dieses Ereignis gesprochen und gerne planen wir dieses Martinsfest auch für das nächste Jahr wieder ein.

Auch dem Wunsch unserer Bewohnerinnen und Bewohner nach einem Wintergrillfest mit Würstchen und Kartoffeln vom Grill, so wie man es aus der Kindheit kennt, kommen wir gerne nach.